Lederimitat als Möbelstoff?

Lederimitat ist heute ein gängiger Möbelstoff. Dieser ermöglicht es, eine Möbel bzw. Sitzgelegenheit zu kaufen, die zwar optisch an Leder erinnern, die aber gegenüber dem Ledersofa deutlich preiswerter zu erwerben sind. Allerdings sollten sich Käufer eines imitierten Ledersofas bewusst sein, dass der günstigere Preis auch eine Reihe von Nachteilen nach sich zieht. Im Gegensatz zu echtem Leder, das auch nach der Gerbung noch als lebendiges Material beispielsweise atmungsaktiv ist, zeigt sich Kunstleder hier als wahrhaft künstliches Material.

Kunstleder – ein Nachteil bei sommerlichen Temperaturen

Während das echte Ledersofa sich nie kalt anfühlt, ist es beim Kunstledersofa so, dass es erst die Körpertemperatur annehmen muss, um sich dann als angenehm temperierte Sitzfläche zu zeigen. Zudem ist Kunstleder besonders im Sommer in Kombination mit nackter Haut – bei kurzen Hosen oder Röcken – relativ unangenehm, denn es klebt förmlich an der Haut. Echtes Leder hingegen nimmt die Hautfeuchtigkeit auf und es entsteht so nie ein klebriges Sitzgefühl.

Echtes Leder ist häufig die bessere Wahl

Auch wenn das Kunstleder als Möbelbezugsstoff günstig ist, sollte die Wahl auf dieses Material nur dann fallen, wenn es sich um ein selten genutztes Sitzmöbel handelt oder wenn eine Auflage – wie beispielsweise eine Decke – gerade für den Gebrauch im Sommer akzeptiert wird. Wer sich dagegen für echtes Leder entscheidet, wählt dann die beste Qualität, wenn es sich um durchgefärbtes, nicht lediglich oberflächengefärbtes, Leder handelt. Die teurere, allerdings auch langlebigere und weitaus angenehmere und hochwertige Qualität ist eben das Naturmaterial.